VG Wort angreifen – freies Wissen für alle!

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Die AG „VG Wort angreifen – freises Wissen für alle!“ intervenierte am 12.12. die FU Infoveranstaltung zum Unirahmenvertrag. Eingeladen waren alle Studier- und Dozierenden der Hochschule. Auf der Bühne des Audimax‘ sprach unter anderem FU Vizepräsident Klaus Hoffmann-Holland.

„Dasselbe Präsidium, das in der Vergangenheit studentischen Protest nur allzu gerne mit Haftandrohungen, Strafanzeigen oder gar körperlicher Gewalt beantwortete, äußerte vergangene Woche gegenüber dem AStA FU Berlin ein Kooperationsangebot zwischen Hochschulleitung und einer „studentischen Aktionsgruppe“ zur VG Wort, mit der wohl wir gemeint sein sollten.

Darüber haben uns Gedanken gemacht und Vizepräsident Hoffmann-Holland kurzer Hand beim Wort genommen: Aus der „ArbeitsGruppe VG Wort“ wurde eine „AktionsGruppe VG Wort“, die sein Kooperationsangebot angemessen beantworten sollte.

Wir haben der bloß mäßig besuchten Infoveranstaltung der Hochschulleitung zum Unirahmenvertrag einen Besuch abgestattet und unsere Antwort klar gemacht: Wir lehnen jede Kooperation mit den Machthabenden der Freie Universität Berlin ab!

Denn angesichts des Arbeitskampfes am Botanischen Garten, der uni-(r)-assist-Bewegung und nicht zuletzt der gewalttätigen Repression gegenüber studentischen Protesten steht für uns eines fest: Wir als politisch organisierte Studierende werden uns nicht beliebig für die Interessen eines Präsidiums instrumentalisieren lassen, das sich nie auch nur ein Stückchen auf uns zubewegt hat, wenn es keine gemeinsame Gegenspielerin wie die VG Wort gab.

Das Präsidium darf gerne wiederkommen, wenn es seine autoritär-neoliberale Politik aufgegeben hat und sämtliche Universitätsmitglieder ernsthafte Gestaltungs- und Mitbestimmungsspielräume erhalten. Doch bis dahin bleibt unser Banner Programm!“

heißt es auf der Facebook Seite der AG.

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Neben Flyern und einem Transparent fielen auch klare Worte:
„Letzten Donnerstag, in der Sitzung des Akademischen senats, bot FU Vizepräsident Klaus Hoffmann-Holland dem Asta FU eine Kooperation zwischen Präsidium und Studierenden, in der Sache „Unirahmenvertrag“, an.
Klaus Hoffmann-Holland ist Teil des Präsidiums unter FU Präsident Peter-André Alt. Sie hatten keinerlei Skrupel, 2013 die Rahmenstudien- und – prüfungsordnung in einer geheimen Sitzung des Akademischen senats durchzudrücken. Entgegegen allen studentischen Interessen und Empfehlungen!
Das Präsidium ließ studentischen Protest durch einen privaten Sicherheitsdienst zusammenschlagen und Anzeigen auf die Demonstrierenden regnen.
Klaus Hoffmann-Holland ist Teil des Präsidiums, das die Besetzung des Seminarzentrums, während des Bildungsstreiks 2011, unter Anwendung körperlicher Gewalt räumen ließ. Auch hier stellte FU Präsident Peter-André Alt Strafanträge, um uns Studierende einzuschüchtern.
Wir werden auf das Kooperationsangebot des Präsidiums nicht eingehen!
Anhand des Arbeitskampfes am Botanischen Garten, der uni-(r)assist Bewegung und nicht zuletzt anhand der gewaltätigen Repression gegenüber studentischen Protesten wissen wir genau, wer auf unserer Interessen vertritt und wer nicht.
Eins ist uns gewiss: Wir, als politisch organisierte Studierende, werden uns nicht beliebig für präsidiale Interessen instrumentalisieren lassen! Auch nicht im Falle des Unirahmenvertrags, wo sich – bisher – studentische und präsidiale Interessen überschneiden!
Wir rufen alle Studierenden dazu auf, gegen den neuen Unirahmenvertrag aktiv zu werden: Auch an den Neuverhandlungen werden wieder keine Studierenden beteiligt.
Es ist unser Zugangsrecht auf Wissen, das ohne uns verhandelt wird.
VG Wort angreifen – freies Wissen für alle!„.

Auch „KlasseGegenKlasse“ berichtet über die Intervention.

la:iz
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