Vortragsankündigung: Feminismus, Marxismus und die globale Vereinnahmung der sozialen Reproduktion

Feminismus, Marxismus und die globale Vereinnahmung sozialer Reproduktion – Vortrag und Diskussion mit Friederike Beier:

Die unbezahlte Sorge- und Hausarbeit von Frauen gewinnt sowohl in der globalen Politik als auch in der Wissenschaft zunehmend an Bedeutung. Feministische Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen
haben sich erfolgreich für deren Integration in die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Ziel 5.4) eingesetzt. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass der ökonomische Beitrag von Frauen im Kontext globaler Politik sichtbar gemacht und anerkannt werden kann.

In dem Vortrag wird das plötzliche Interesse an unbezahlter Pflege- und Hausarbeit und deren Anerkennung und Messung durch internationale Organisationen kritisch diskutiert. Nach einer Einführung marxistischer Perspektiven auf soziale Reproduktion durch das Landnahmetheorem wird der Frage, ob und wie feministische Ideen und Konzepte vereinnahmt wurden, nachgegangen. Abschließend werden die Auswirkungen der globalen Politik auf die Organisation sozialer Reproduktion und globale Ungleichheit sowie mögliche Gegenstrategien diskutiert.

Friederike Beier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsschwerpunkt für Gender and Diversity am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Sie lehrt und forscht zu den Themen feministische Staatstheorie und Ökonomiekritik, Gleichstellungspolitik und soziale Reproduktion im Kontext von Global Governance.

Fünfte Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Kritik der Arbeit«, organisiert von RIA und la:iz.

HU-Hauptgebäude, Unter den Linden 6,Hörsaal 1072

Donnerstag, 21.06.2018, 19:00

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